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Denkmalobjekt „ Obere Klause “ Rottenburg

Geschichte

Die Obere Klause zu Rottenburg wurde 1357 erstmals urkundlich erwähnt.
Zuvor als Beginen genannt, treten die Schwestern 1381 bereits als Franziskanerinnen auf.
1711 wird diese alte romanische St. Remigiuskirche abgebrochen und 1713 ein neues Konvent Gebäude und 1715
eine neue, 1724 eingeweihte Kirche errichtet. 1782 wird das Kloster durch Joseph II. aufgehoben.
1792 diente es als Spital für den Conde ́sche Emigrantenchor und 1795 wurden die Reiter des Rohan ́schen Chors einquartiert.
In den 1830-ern wurde das ehemalige Kloster als Gaststätte mit Brauerei eingerichtet. 1842 erwarb der Württembergische Staat
das Gebäude und für weibliche Sträflinge diente es dann als Beschäftigungsanstalt.
1888 legte eine Magd Feuer - nur die kahlen Mauern blieben erhalten.
1890 wurde das Gebäude, unter Wiederverwendung der Außenmauern des Vorgängerbaus von 1713, neu errichtet. 
Die „Obere Klause“ erhielt das bis heute noch bestehende, historisierende Erscheinungsbild mit zweigeschossigem Walmdach und
mittig angelegten Zwerchhäusern. 
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Objekt als Dienstwohnungen der Deutschen Reichsbahn genutzt. 

Um 1980 erwarb die Stadt Rottenburg den Gebäudekomplex.
Das Gebäude stand anschließend lange leer und befand sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand. 

Wir haben das Gebäude, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, kernsaniert und
es entstanden 17 Studentenwohnungen und eine Kindertagesstätte im Erdgeschoss.