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Denkmalobjekt "Oberer Hammer" Ravensburg

Kulturdenkmal 

Wer sich in Ravensburg genau umschaut sieht schnell, dass die Stadt nicht nur dynamisch nach vorne strebt, sondern sich dabei auch der Kultur und Tradition besonders verpflichtet sieht.
Die vielen liebevoll restaurierten und gepflegten öffentlichen und privaten Gebäude fallen nicht nur im innersten Stadtzentrum auf.
Der absolut homogene Charme von Altem und Neuem begegnet dem Betrachter im gesamten Stadtgebiet. Ein weiteres Stück Ravensburger Kulturgeschichte in der Holbeinsstraße stand zur Sanierung an. Fußläufig nur wenige Minuten von der zentralen Innenstadt entfernt, in ruhiger Wohnumgebung der Holbeinstraße, wurde das Kulturdenkmal am Oberen Hammer neu in Szene gesetzt.

Baugeschichte

Die ehemalige Papiermühle am Oberen Hammer gehört zu den Zeugnissen der frühen Papierherstellung in Deutschland, die ihren Anfang 1390 in Nürnberg nahm. Bauhistorische Untersuchungen belegen, dass sie in ihren wesentlichen Teilen um das Jahr 1778 entstanden ist.Das Gebäude steht an der Stelle einer von insgesamt sechs Papiermühlen, die zwischen ca. 1392 und 1560 an einem Kanal des Flappbachs errichtet wurden und Ravensburg für lange Zeit zum wichtigsten Zentrum der Papiermacherei in Europa machten. Die Besitzgeschichte dieses Vorgängerbaues, der „Oberen Papiermühle im Ölschwang“, kann bis zum Jahr 1582 zurückverfolgt werden. Fehlendes Kapital für notwendige Betriebserweiterungen und ungenügende Wasserkraft führten zwischen 1833 und 1876 zur Schließung aller sechs Mühlen. Die industrielle Nutzung dauerte bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts (Firma Otto Sterkel). Das Gebäude stand über einen längeren Zeitraum leer. Bauliche Veränderungen deuten auf mehrmalige Nutzungsänderungen und Erweiterungen hin, jedoch ist das ursprüngliche Gebäude der „Papiermühle am Oberen Hammer“ in seinen wesentlichen Bestandteilen bis heute erhalten geblieben. Insbesondere das markante Krüppelwalmdach, dessen langgezogene Gaubenbänder der Belüftung des Dachstuhles dienten, weist auf seine ursprüngliche Nutzung hin. 

Neues Konzept

In der ehemaligen Papiermühle zum Oberen Hammer wurden unter Wahrung der historischen Aura und des Raumerlebnisses für die neuen Bewohner Wohnräume geschaffen, die auch von der Verbundenheit mit dem Bestand der Industriekultur - mit dem Kulturdenkmal, leben.

Um den Charakter des Gebäudes nach außen zu wahren und nicht durch Carports bzw. Garagen zu beeinträchtigen, sowie um dem Komfortanspruch der Bewohner gerecht zu werden, wurden die Tiefgaragenplätze im bestehenden Nachbargebäude untergebracht. Über das neu errichtete und moderne Treppenhausgebäude mit Fahrstuhl werden alle 20 Studentenwohnungen über die einzelnen Geschosse neu erschlossen.